Selbstermächtigung für die eigene Karriere!

Im Interview: Claudia Reimer – egometric Coach&Trainerin

 

Claudia Reimer

 

Wer bist Du?
Ich bin Claudia Reimer. Schauspielerin und egometric-Coach und Trainer.

Und was ist egometric?
Ich kann sagen was egometric für mich ist und was es bei mir bewirkt hat: nämlich die Möglichkeit endlich sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen – sein eigenes schauspielerisches Schicksal oder sein eigenes Karriereschicksal – und sich nicht mehr abhängig zu machen von Meinungen von ungefähr 25 Leuten.

Gerade Schauspieler sind immer sehr abhängig von den Meinungen ganz vieler Leute und lassen sich dadurch wahnsinnig leicht verwirren. Ich finde es toller, wenn man selber auch ne Meinung zu sich hat und die noch viel besser vertreten kann! Wie sagt man dazu: Selbstermächtigung? Ja, Selbstermächtigung für die eigene Karriere. Das ist egometric für mich – auch als Schauspielerin.

Und was ist für Dich als Coach das Spannende mit anderen egometric zu arbeiten?
Der Weg ist ein abgeschlossener relativ überschaubarer Zeitraum, der Prozess dauert länger. Das Spannende ist das, was hinterher passiert. Ich habe vor etwa 2 Jahren mit den ersten Coachees gearbeitet, und jetzt zu sehen, bei wem welche Sachen greifen, das finde ich total interessant.

Hast Du noch Kontakt zu denen? Gibt es eine kontinuierliche Weiterarbeit? Oder woher weißt du das?
Mit den ersten Coachees bin ich locker verbunden, entfernt befreundet oder bekannt. Ich habe damals mit denen den Deal gemacht, falls sie irgendwann nachjustieren wollen oder Fragen haben, dass sie jederzeit damit kommen dürfen. Es sind natürlich auch teilweise Freunde, mit denen ich das gemacht habe…

Freunde, weil es innerhalb deiner Ausbildung war. Da sucht man sich dann eher Leute aus seinem Umfeld. Da lässt man sich selbst nicht gleich auf alle anderen los….
Genau. Und dadurch sehe ich eben die Spätfolgen!

Gib mal ein Beispiel davon: was ist das, was Du so wahrnimmst – ohne vielleicht etwas zu persönliches zu erzählen – etwas was Du toll findest an dieser Veränderung.
Das sind sowohl kleine Veränderungen als auch ganz große. Ich habe einen ehemaligen Coachee, der mittlerweile gesagt hat :“So ich mach nochmal nen Schnitt und häng nochmal ein Studium dran. Und ich möchte das Studium gerne in London machen.“ Das ist natürlich eine große Veränderung. Und ich habe einen anderen Coachee, der immer wieder im Kleinen, also mit kleinen Ideen, neu nachjustiert und sagt: “ Da habe ich nochmal ne Idee – das würde ich gerne machen!“ Ich finde das toll, weil es eben die Bandbreite zeigt.

Und mit wem arbeitest Du am liebsten? Welches sind die Leute auf die Du am meisten Lust hast und die auch in dir den richtigen Coach finden?
Ich sage immer platt: Leute, die was wollen! Da sagt natürlich immer jeder: „Ja, ich will auch was!“ Jeder kennt das in seinem Leben, dass er an einen Punkt kommt, wo er sagt: „Hm, irgendwie ist es das noch nicht gewesen, da muss nochmal was passieren!“ Und da finde ich es spannend anzusetzen. Es geht nicht gleich um eine große Veränderung…

…es geht nicht immer darum nach London zu gehen….
Genau! Manchmal ist es der kleine Prozess von der Bewusstwerdung, der aber ne riesen Auswirkung hat. Und das Tolle daran ist, dass diese Bewusstwerdung kein Prozeß ist, der überraschend aus dem Nichts kommt, sondern es sind immer Sachen, wo jeder sagt: „Ja, okay, aber das weiß ich ja!“ Das ist das Spannende, dass man eigentlich weiß, worum es geht, und es einem dadurch, dass es bewusst wird, plötzlich anders….

…machbarer wird?
Ja. Und ganz häufig sind das eben Leute die sagen: „Hm, ich merke irgendwas geht noch, aber ich weiß nicht was!“

Und an dem Punkt hast Du Lust einzusteigen?
Absolut! Ja!

Und wie läuft das mit Dir ab?
Es gibt eine relativ klare Struktur bei egometric: die 3 Bausteine (Kernwirkung, Mythos, USP). Das Gute ist, man muss die nicht in chronologischer Reihenfolge (ab)arbeiten. Man kann auch nur einen Baustein machen, das Tolle ist natürlich, wenn man das gesamte Paket nimmt.

Und wie läuft das dann?
Man trifft sich erstmal, lernt sich kennen und guckt, ob man überhaupt miteinander kann und ob man aufeinander Bock hat. Und dann steigt man in die Arbeit ein.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diesen ersten Baustein zu arbeiten. Je nachdem wie dringlich das ist, ob jemand sagt: „Ich muß das aber jetzt unbedingt wissen!“. Dann kann man das in einer Zweier-Situation klären oder man macht das im Kernwirkungstraining in der Gruppe.

Und bist Du in erster Linie für Schauspieler da? Oder gibt es auch andere Leute, die mit dir arbeiten?
Bisher hat es sich gut gemischt, was ich sehr angenehm finde. Tatsächlich steht bei allen irgendwo das Wort kreativ, es sind also immer kreative Berufe in den verschiedensten Ausprägungen.
Und bei Schauspielern würde ich sagen, es ist immer doof sich über Negativoptionen zu definieren, aber: keine Berufsanfänger, sondern Profis. Also Leute, die schon ein paar Jahre im Berufsleben stehen.
Bei Schauspielern geht dieser Punkt, an dem man sagt:“ Hm, da kommt noch was anderes“, häufig einher mit einem Fachwechsel. Da merkt man dann: „Ach Mensch, ich werd gar nicht mehr als jugendliche Naive engagiert. Die rufen mich zwar häufig an, aber die Castings oder die Vorsprechen klappen nicht mehr. Irgendwas muss jetzt anders werden!“ Das ist bei Schauspielern oft der Punkt, wo sie sich an mich wenden.

Und was wird dadurch besser?
Das Tolle daran ist, die Kreativität auf deine eigene Karriere anzuwenden und zu gucken, was funktioniert noch? Wie kann ich mich sichtbar machen mit meinen Möglichkeiten? Und ich finde, da gibt es eben die Kleinigkeiten wie: “Eh ich hab ne neue Idee für ein geiles Logo!“ Oder eben: “Oh ich hab festgestellt, ich hab mich überhaupt noch nicht genug behauptet.“
Lustigerweise sind gerade kreative Leute immer die, die sagen: „Oh ich hab aber so wenig Ideen dazu“  – und dann immer mit den tollsten Ideen um die Ecke kommen!

Gibt es aus der Arbeit mit deinen Klienten noch was anderes (ausser das London-Highlight) wo Du sagst: das war meine berührendste oder bewegendste Erfahrung?
Ich finde das gibt es ganz häufig, bisher bei fast jedem Klienten. Und das ist so ein spezieller Moment, wo man beim anderen merkt, dass da was greift. Das ist so ein bestimmtes Strahlen, manchmal ein Lächeln, wenn bei den Leuten also wirklich blöd gesagt, der Groschen fällt.

Eine letzte Frage noch an Dich: Gibt es etwas von dem Du sagst, dass es im Bezug auf dich ganz wichtig ist, ein Thema oder Zusammenhänge?
Ja! Ich bin – also wenn ich jetzt sage politisch interessiert ist es das Falsche – aber ich habe ein großes Gruppengefühl. Weil ich Schauspielerin bin, möchte ich mich auch für Schauspieler einsetzen. Und ich finde Schauspieler lassen sich viel zu oft gängeln und verarschen. Und einfach zu begreifen, dass man das nicht muss! Ohne unbequem zu sein, denn das geht ja häufig mit einher, dass Leute große Angst davor haben: „…wenn ich eine Forderung stelle also ne Gage will, die angemessen ist, dann komme ich auf ne schwarze Liste und werde nie wieder angerufen.“ Und zu begreifen, dass das nicht stimmt. Das es ganz häufig einfach böse Gerüchte sind, mit denen Leute versuchen, sich gegenseitig klein zu halten, das ist für mich glaube ich so ein Lebensthema. Dafür brenne ich!

Du machst ne Facebook-Gruppe, da geht es nicht so sehr wirklich ums coachen. Worum gehts?
Sie heißt Austausch-Motivation-Netzwerken und genau das soll da passieren. Oft sind es bestimmte Themen, die uns alle immer wieder betreffen und wo jeder sagt: „Yes, das kenne ich!“ Wir sammeln einfach Umgangsarten von Situationen  zB: wie geht man damit um: Auftraggeber zahlt nicht!? Hatte ne Freundin von mir. Die sagte: „Mein Gott ich hab immer wieder dieses Ding dass Leute über 10 Wochen ihre Rechnung nicht bezahlen. Was mach ich?“ Und dann einfach mal sammeln, wie gehen andere Leute damit um? Und nicht zu sammeln die Leute, die sagen: „Ja das ist halt normal, da musst du halt mit leben.“

Wie hast Du als Claudia, die Schauspielerin, egometric in dein Leben eingebaut? Hat der kleine Weg egometric auch bei dir ne große und längere Auswirkung?
Auf jeden fall in meinem Selbstbewusstsein. Das finde ich eigentlich das Wichtige. Da sind wir auch wieder beim Thema Selbstermächtigung vom Anfang!

Claudia, vielen Dank für das tolle Interview!

Das Interview zum Nachhören findet ihr hier und wenn ihr Claudia kontakten wollt hier entlang!

Nächstes Kernwirkungstraining findet vom 6.- 8.3.2017 im Lichthoftheater in Hamburg statt.
Weitere Infos unter: http://egometric.de/termine/kernwirkungstraining-in-hamburg-4/

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